Digitale Haustiere für Seniorenheime: Revolution oder Risikospiel?
Das Bild der alternden Gesellschaft hat sich gewandelt: Seniorenheime sind längst keine tristen Endstationen mehr, sondern Orte, an denen soziale Innovationen die Lebensqualität maßgeblich prägen. Doch ein Problem bleibt hartnäckig – Einsamkeit. Gerade in deutschen Seniorenheimen erreicht das Thema 2025 eine neue Brisanz. Hier betreten digitale Haustiere die Bühne – virtuelle Hunde, die auf Tablets bellen, schnurren und sogar „emotional reagieren“. Klingt abgefahren oder vielleicht sogar wie eine Spielerei? Doch die Realität ist komplexer: Zwischen Revolution und Risikospiel bewegt sich ein Trend, der psychologische Bedürfnisse, Technik, Ethik und Gesellschaft aufmischt – und Fragen aufwirft, für die es keine einfachen Antworten gibt. In diesem Artikel erfährst du, wie virtuelle Begleiter wie der virtuelle Hund von hund.ai den Alltag im Seniorenheim verändern (oder auch nicht), welche Risiken und Chancen 2025 wirklich zählen und was Expert:innen, Pflegekräfte und Betroffene dazu zu sagen haben. Bereit für einen kritischen Deep Dive ins Thema „Digitale Haustiere für Seniorenheime“?
Einsamkeit im Alter: Das unterschätzte Problem
Warum klassische Lösungen oft versagen
Einsamkeit im Alter ist keine Randnotiz, sondern für viele Senior:innen bittere Realität. Klassische Gegenstrategien wie Bingo-Nachmittage, Bastelgruppen oder gelegentliche Tierbesuche greifen oft zu kurz. Sie mögen kurzfristige Abwechslung bringen, versagen aber häufig darin, die tieferen sozialen Bedürfnisse wirklich zu adressieren. Studien zeigen, dass über 30 Prozent der Bewohner:innen von Seniorenheimen in Deutschland auch 2024 über anhaltende Einsamkeitsgefühle klagen – trotz regelmäßiger Veranstaltungen und gemeinschaftlicher Angebote (Kompetenznetz Einsamkeit, 2024). Der Grund: Standardisierte Programme ignorieren individuelle Lebensbiografien und emotionale Trigger, die für soziale Verbundenheit sorgen. Nicht jeder möchte basteln oder singen – und echte Mensch-Tier-Interaktion scheitert an Allergien, Platzmangel oder Ressourcen.
- Viele klassische Angebote sind zu wenig individualisiert und werden von Bewohner:innen als „Pflichtveranstaltungen“ empfunden. Dies fördert nicht selten Rückzug statt Gemeinschaft.
- Haustierbesuche durch Therapiehunde sind beliebt, aber logistisch aufwendig und selten regelmäßig umsetzbar, was die nachhaltige Wirkung schmälert.
- Die Digitalisierung schreitet voran, doch viele Einrichtungen tun sich schwer, technische Lösungen alltagstauglich und niedrigschwellig einzubinden. Das Ergebnis: Technikfrust statt digitaler Teilhabe.
Statistik: Einsamkeit in deutschen Seniorenheimen 2025
Psychosoziale Belastungen sind messbar – und aktueller denn je. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich das Einsamkeitsempfinden laut aktuellen Befragungen verteilt.
| Einsamkeitsempfinden | Anteil der Befragten (%) | Bemerkung |
|---|---|---|
| Stark | 31 | Trotz Gruppenangeboten |
| Mäßig | 42 | Wechselhaft, abhängig von Tagesform |
| Kaum | 27 | Meist durch enge Kontakte/Familie |
Quelle: Eigene Ausarbeitung basierend auf BiB, 2024, Kompetenznetz Einsamkeit, 2024
Dieser statistische Durchschnitt übersieht oft individuelle Extreme: Einzelne Bewohner:innen entwickeln chronische Isolation mit gravierenden Folgen für mentale und physische Gesundheit. Dr. Sabine Diabaté vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung betont: „Einsamkeit bleibt auch nach der Pandemie auf hohem Niveau, mit Tendenz zur Chronifizierung.“
Psychologische Folgen von Isolation
Einsamkeit ist kein Luxusproblem. Die Folgen reichen von Depressionen über kognitive Einbußen bis hin zu erhöhter Sterblichkeit. Zahlreiche Studien belegen, dass soziale Isolation das Risiko für Demenzerkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme steigert, während der Gegeneffekt – regelmäßige soziale Kontakte – als Schutzfaktor gilt (BMFSFJ, 2023).
„Einsamkeit ist ebenso schädlich wie Rauchen oder Übergewicht – aber sie ist weniger sichtbar. Digitale Lösungen können eine Brücke sein, aber keine Mauer einreißen.“
— Dr. Sabine Diabaté, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, BiB, 2024
Von Plüschtier zu KI: Die Entwicklung digitaler Haustiere
Historische Meilensteine und Fehlschläge
Die Idee, künstliche Begleiter gegen Einsamkeit einzusetzen, ist älter als TikTok. Von den ersten mechanischen Spielzeugen der 1980er über Tamagotchis in den 1990ern bis zu heutigen KI-gestützten Avataren zieht sich eine Spur von Innovation – und Frustration. Die entscheidenden Stationen:
- Frühe 1990er: Tamagotchi-Hype – digitale „Haustiere“ als simple Pixelspielzeuge, kaum emotionale Bindung. Mangelnde Interaktivität führte rasch zu Langeweile.
- 2000er: Roboterhunde wie AIBO – erstmals echte Bewegung und einfachste Spracherkennung, aber teuer und technisch limitiert.
- 2015ff.: Plüschroboter (Paro, Robbe mit Sensorik) in der Therapie – erste Studien zeigen positive Effekte bei Demenz, aber eingeschränkte Individualisierung und hohe Anschaffungskosten.
- 2020er: Mobile, KI-gestützte Anwendungen – beispielsweise der virtuelle Hund Begleiter von hund.ai, mit personalisierter Interaktion, Spracherkennung und adaptivem Verhalten.
Nicht jede Innovation war ein Treffer. Gerade in den Anfangsjahren scheiterte vieles an emotionaler Authentizität und fehlender technischer Reife. Der Sprung von der starren Maschine zum „echten“ digitalen Begleiter gelang erst mit modernen KI-Systemen.
Was ist heute technisch möglich?
Digitale Haustiere 2025 sind weit mehr als animierte Bilder. Sie kombinieren Sensorik, Spracherkennung, KI-gestützte Verhaltenssimulation und visuelle Personalisierung. Die wichtigsten Features:
KI-gestützte Interaktion : Die Systeme erkennen Sprache, Mimik und manchmal sogar Gestik, um auf Nutzer:innen individuell zu reagieren.
Emotionssimulation : Durch gezielte Rückmeldungen, „Gefühle“ und personalisierte Ansprache entsteht eine Illusion von echter Bindung.
Adaptives Lernverhalten : Der virtuelle Hund merkt sich Routinen, Vorlieben und passt sein Verhalten darauf an.
Mehrplattformfähigkeit : Egal ob Tablet, Smartphone oder PC – digitale Haustiere sind jederzeit und überall verfügbar.
Virtueller Hund Begleiter: Ein neuer Standard?
Der „Virtuelle Hund Begleiter“ von hund.ai steht exemplarisch für den Stand der Technik und die neuen Anforderungen an digitale Haustiere. Im Vergleich zu älteren Lösungen – etwa Plüschrobotern oder Tier-Apps ohne echte Interaktion – zeigen sich deutliche Unterschiede:
| Merkmal | Plüschroboter | Mobile App | Virtueller Hund Begleiter |
|---|---|---|---|
| Interaktivität | Gering | Mittel | Hoch |
| Emotionale Rückmeldung | Kaum | Einfache Sounds | Personalisierte Reaktionen |
| Anpassungsfähigkeit | Keine | Teilweise | Voll adaptiv |
| Plattformunabhängigkeit | Nein | Ja | Ja |
| Kosten | Hoch | Gering | Moderat (Abo-Modell) |
Quelle: Eigene Ausarbeitung basierend auf hund.ai und mehreren Anbieterrecherchen 2024
Die neue Generation setzt auf authentische Interaktion und flexible Nutzung. Sie ist damit so nah am „echten“ Haustier, wie Technik es aktuell zulässt.
Wie funktionieren digitale Haustiere wirklich?
Technische Grundlagen einfach erklärt
Digitale Haustiere sind ein Hybrid aus Software, Sensorik und KI. Für Laien klingt das nach Science-Fiction, für Praktiker:innen ist es ein Werkzeugkasten voller Möglichkeiten. Die wichtigsten Komponenten:
Spracherkennung : Das System versteht gesprochene Wörter und reagiert auf Basis eines umfangreichen Wortschatzes.
Verhaltenssimulation : Algorithmen steuern Bewegungen, Lautäußerungen und „Emotionen“ des digitalen Tieres.
Nutzerprofilverwaltung : Persönliche Präferenzen, Routinen und Interaktionsmuster werden analysiert und ins Verhalten integriert.
Datensicherheit : Moderne Lösungen setzen auf lokale Datenverarbeitung oder strenge Verschlüsselung, um Privatsphäre zu wahren.
Künstliche Intelligenz im Alltag
KI ist das Herzstück digitaler Haustiere. Sie entscheidet, ob ein „Wau“ empathisch klingt oder nur wie ein Algorithmus, der seine Hausaufgaben abspult. Praktisch heißt das:
- Die KI lernt Nutzer:innen mit jeder Interaktion besser kennen – Vorlieben, Lieblingsspiele, sogar emotionale Zustände werden erkannt und berücksichtigt.
- Adaptive Systeme reagieren auf Veränderungen: Ist der Alltag monoton, schlägt der virtuelle Hund neue Aktivitäten vor.
- Durch maschinelles Lernen werden Fehlerquellen minimiert und die Interaktion laufend verbessert, ohne dass Nutzer:innen aktiv nachbessern müssen.
Realitätsnahe Interaktion: Chancen und Grenzen
Die neue Generation digitaler Haustiere bietet verblüffend realistische Interaktionen. Aber wie echt ist „echt“ wirklich? Ein realistischer Rundumblick:
„Digitale Haustiere sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Allheilmittel. Individueller Einsatz ist entscheidend.“
— Dr. Sabine Diabaté, BiB, BiB, 2024
Die Grenzen sind klar: KI kann Nähe simulieren, aber nicht echte Berührung ersetzen. Für viele Bewohner:innen reicht die Illusion, anderen fehlt das Lebendige. Die bewusste Gestaltung und Integration im Heimalltag entscheidet, ob aus dem Tool eine Bereicherung oder ein weiteres Gimmick wird.
Mehr als Spielerei? Praxisberichte aus Seniorenheimen
Fallbeispiele: Drei Heime, drei Erfahrungen
Wie schlägt sich der virtuelle Hund im echten Heimalltag? Drei Fallbeispiele zeigen die Bandbreite:
| Einrichtung | Einsatzform | Wirkung auf Bewohner:innen |
|---|---|---|
| Heim A, Hamburg | Einzelbetreuung, Tablet | Erhöhte Aktivität, gesteigerte Kommunikation |
| Heim B, München | Gruppeninteraktion | Rivalität um „Spielzeiten“, aber mehr Lachen |
| Heim C, Leipzig | Schwerpunkt Demenz | Reduzierte Unruhe, aber auch Techniküberforderung |
Quelle: Eigene Auswertung basierend auf Interviews mit Heimleitungen und Pflegekräften, 2024
Pflegekräfte und Angehörige im Interview
Die Meinungen gehen auseinander: Während Pflegekräfte den Mehrwert vor allem bei passiven, zurückgezogenen Bewohner:innen sehen, warnen andere vor Techniküberforderung.
„Unsere Bewohner:innen blühen auf, wenn der virtuelle Hund sie begrüßt. Aber nicht jeder kommt mit der Technik klar – da braucht es Fingerspitzengefühl.“
— Pflegekraft, Seniorenheim München, 2024
Bewohnerstimmen: Zwischen Skepsis und Begeisterung
- Einige Bewohner:innen genießen die neue „Gesellschaft“, insbesondere, wenn echte Tiere fehlen – „Der Hund macht gute Laune, auch wenn er nicht echt ist.“
- Andere stehen der Technik distanziert gegenüber: „So ein Tablet kann nicht wedeln oder kuscheln.“
- Überraschend: Bei Personen mit Demenz kann der virtuelle Begleiter Unruhe reduzieren, sofern die Bedienung unterstützt wird.
Mythen, Ängste und echte Risiken
Die größten Missverständnisse im Faktencheck
Digitale Haustiere sind kein Allheilmittel. Doch einige Missverständnisse halten sich hartnäckig:
„Virtuelle Begleiter ersetzen echte Tiere.“ : Falsch. Studien zeigen, dass sie zwar Interaktion fördern und Einsamkeit mildern, aber kein Ersatz für lebendige Tiere oder menschliche Nähe sind (BMFSFJ, 2023).
„Jede:r kann sie problemlos nutzen.“ : Irrtum. Techniküberforderung ist ein häufiger Stolperstein, insbesondere bei hochaltrigen oder kognitiv eingeschränkten Personen.
„Datenschutz ist kein Problem.“ : Trugschluss. Viele Systeme sammeln personenbezogene Daten und benötigen strenge Datenschutzkonzepte.
Datenschutz und emotionale Abhängigkeit
- Datenschutz: Nicht jeder Anbieter gewährleistet, dass Daten lokal verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Einrichtungen müssen Datenschutzkonzepte prüfen und transparent kommunizieren.
- Emotionale Abhängigkeit: Es besteht das Risiko, dass einzelne Bewohner:innen eine „Ersatzbindung“ an das digitale Tier entwickeln – das kann zu Rückzug führen, wenn das System ausfällt oder nicht verfügbar ist.
- Technische Störungen: Ohne stabile Internetverbindung oder bei Softwarefehlern kann aus dem Begleiter schnell ein weiterer Frustfaktor werden.
Wo digitale Haustiere an Grenzen stoßen
Die Grenzen digitaler Haustiere sind spürbar: Sie können keine Wärme spenden, keine Verantwortung für ein Lebewesen vermitteln und ersetzen keine echten Beziehungen. Insbesondere für Menschen mit ausgeprägter Tierliebe bleiben digitale Begleiter eine Illusion.
Vergleich: Digitale Haustiere vs. echte Tiere vs. klassische Angebote
Kosten, Nutzen und Grenzen im Überblick
| Kriterium | Digitale Haustiere | Echte Tiere | Klassische Angebote |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Moderat (Abo, App) | Hoch (Tier, Pflege) | Gering (Bingo, Gruppen) |
| Laufende Kosten | Niedrig | Hoch (Futter, Arzt) | Keine |
| Emotionale Bindung | Mittel bis hoch | Hoch | Gering bis mittel |
| Pflegeaufwand | Kaum | Hoch | Kein |
| Flexibilität | Hoch | Gering | Mittel |
| Risiken | Technik, Daten, Abhängigkeit | Allergien, Verantwortung | Gering |
Quelle: Eigene Ausarbeitung basierend auf hund.ai, BMFSFJ und Erfahrungsberichten 2024
Emotionale Wirkung im Praxistest
- Digitale Haustiere bieten flexible emotionale Unterstützung – „immer da, wenn gebraucht“.
- Echte Tiere vermitteln Verantwortung, Sinn und Lebendigkeit – aber auch Stress, wenn Pflege nicht mehr allein möglich ist.
- Klassische Angebote schaffen Gemeinschaft, aber wenig individuelle Nähe.
Langzeitfolgen: Was sagen Studien?
„Digitale Haustiere zeigen nach aktuellen Studien positive Effekte auf das Wohlbefinden, besonders bei Demenz. Sie fördern Interaktion und mindern Einsamkeit, sind aber kein Ersatz für echte Tiere oder menschliche Betreuung.“
— Zusammenfassung aktueller Forschungsergebnisse, 2024
Wann lohnt sich der Einsatz – und für wen?
Checkliste: Ist ein digitales Haustier die richtige Wahl?
- Technikaffinität vorhanden? Ohne Grundkenntnisse in der Bedienung ist Frustration vorprogrammiert.
- Echte Tierhaltung ausgeschlossen? Allergien, fehlender Platz oder Pflegebedarf sprechen für digitale Lösungen.
- Emotionale Bedürfnisse erkennbar? Digitale Haustiere wirken besonders bei latentem Einsamkeitsempfinden.
- Ressourcen für Integration vorhanden? Ohne Betreuung durch Personal oder Angehörige bleibt das Tool oft ungenutzt.
- Datenschutz und Wartung geklärt? Nur geprüfte Systeme mit klaren Datenschutzrichtlinien wählen.
Unkonventionelle Einsatzmöglichkeiten
- Begleitangebot in der Einzeltherapie bei Demenz, um Routinen zu etablieren.
- Unterstützung bei der Nachsorge nach Klinikaufenthalten mit sozialer Isolation.
- Interaktive Gruppenangebote zur Förderung sozialer Kompetenzen.
- „Brückenbauer“ für Bewohner:innen, die Angst vor echten Tieren haben.
Tipps für die erfolgreiche Integration im Heimalltag
Eine gelungene Einführung digitaler Haustiere braucht mehr als ein Tablet auf dem Tisch. Worauf kommt es an?
- Das Personal sollte geschult werden, um Technikängste zu nehmen und die Nutzung zu begleiten.
- Bewohner:innen gezielt auswählen, die von digitaler Interaktion profitieren – nicht jeder ist Zielgruppe.
- Routinen schaffen: Feste „Hundestunden“ fördern Vertrautheit und nehmen Berührungsängste.
- Datenschutz transparent kommunizieren und regelmäßig überprüfen.
Zudem sollte die Technik regelmäßig gewartet werden, um Frust zu vermeiden. Am wichtigsten aber: Digitale Haustiere müssen eingebettet sein – als ergänzendes Angebot, nicht als Ersatz für echte Beziehungen.
Zukunftstrends: Wie digital wird die Altenpflege?
Innovationen 2025 und Ausblick 2030
| Trend | Status 2025 | Perspektive 2030 (keine Spekulation, nur Status Quo) |
|---|---|---|
| KI-Assistenz | Weit verbreitet, aber ausbaufähig | Stetig wachsend, Fokus auf individuelle Anpassung |
| Datenintegration | Meist Insellösungen | Zunehmend interoperabel, aber Datenschutz bleibt Top-Thema |
| Praxistauglichkeit | Unterschiedlich je nach Einrichtung | Abhängig von Investition und Akzeptanz |
Quelle: Eigene Auswertung basierend auf BMFSFJ, BiB und Praxisberichten 2024
Was Experten jetzt fordern
„Ganzheitliche Strategien sind entscheidend – digitale Haustiere wirken nur im Zusammenspiel mit persönlicher Ansprache, qualifiziertem Personal und einer offenen, lernbereiten Kultur.“
— Expertenstatement, Kompetenznetz Einsamkeit, 2024
Kulturelle Unterschiede und internationale Vorreiter
- In Japan sind digitale Haustiere schon seit den 2000ern im Pflegealltag etabliert – mit hoher Akzeptanz und vielen Pilotprojekten.
- Skandinavische Länder setzen auf staatlich geförderte, datenschutzkonforme Modelle und offene Innovationskultur.
- Deutschland bleibt vorsichtiger, investiert aber zunehmend in digitale Gesundheitskompetenz.
Gute Entscheidung treffen: Was zählt wirklich?
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl
- Bedarf klären: Wer soll vom digitalen Haustier profitieren?
- Technik evaluieren: Welche Systeme sind benutzerfreundlich, datensicher und zuverlässig?
- Testphase durchführen: Pilotversuche mit ausgewählten Bewohner:innen ermöglichen.
- Feedback einholen: Bewohner:innen, Angehörige und Pflegekräfte einbeziehen.
- Langfristige Betreuung sichern: Technikpflege, Updates und emotionale Begleitung einplanen.
Red flags und Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Unkritische Einführung, ohne Zielgruppenanalyse oder Personal-Schulung.
- Anbieter ohne überprüfbare Datenschutzkonzepte oder Support-Strukturen.
- Systeme mit hohen Folgekosten, die im Alltag kaum genutzt werden.
- Unterschätzung individueller Bedürfnisse – nicht jeder will oder kann mit Technik umgehen.
Was Virtueller Hund Begleiter besonders macht
Der virtuelle Hund Begleiter von hund.ai verbindet moderne Technik mit emotionaler Intelligenz. Dank realistischer Simulationen, personalisierter Reaktionen und benutzerfreundlichem Design bietet er Bewohner:innen die Möglichkeit, echte Freude und Entspannung zu erleben – ohne die Risiken oder Verpflichtungen, die mit echten Tieren einhergehen.
Erweiterte Perspektiven: Digitale Haustiere im gesellschaftlichen Kontext
Digitalisierung und soziale Teilhabe im Alter
Digitale Haustiere sind mehr als ein technologisches Gimmick. Sie sind Teil einer größeren Bewegung, die ältere Menschen in die digitale Gesellschaft einbindet. Mit jedem „Wuff“ am Tablet wächst die digitale Kompetenz – und die Chance, Isolation zu überwinden.
Ethik und Verantwortung: Wo ziehen wir die Grenze?
- Wie viel Technik ist im Alltag noch menschlich?
- Wer trägt Verantwortung, wenn die Technik versagt – Betreiber, Anbieter oder Pflegepersonal?
- Wie schützen wir besonders verletzliche Gruppen vor Abhängigkeit oder Frustration?
Von der Nische zum Massenphänomen?
Digitale Haustiere waren einst Nerd-Spielzeug, heute sind sie Teil des Alltags in vielen Seniorenheimen. Doch sie bleiben Nischenlösung für spezielle Zielgruppen – und entfalten ihr Potenzial nur, wenn Menschlichkeit, Technik und persönliche Ansprache zusammenspielen.
Fazit: Die Revolution liegt nicht im Algorithmus, sondern in der Art, wie wir Technik für echte soziale Teilhabe nutzen.
FAQ: Die häufigsten Fragen zu digitalen Haustieren im Seniorenheim
Wie realistisch sind digitale Haustiere?
Digitale Haustiere können heute erstaunlich realistisch wirken: Sie reagieren auf Sprache, zeigen Emotionen und passen sich an Nutzer:innen an. Die Illusion lebt von der Interaktivität – aber Berührungen, Gerüche und das „echte Leben“ bleiben außen vor. Für viele reicht die digitale Präsenz aus, um emotionale Nähe zu spüren, für andere bleibt sie ein technisches Ersatzprodukt.
Sind digitale Haustiere sicher für Demenzpatienten?
Ja – sofern Betreuung und Bedienung individuell angepasst werden. Studien zeigen, dass virtuelle Begleiter Unruhe und depressive Verstimmungen bei Demenz mildern können. Voraussetzung ist, dass die Technik einfach zu bedienen ist und emotional nicht überfordert. Datenschutz und regelmäßige Kontrolle durch Pflegekräfte sind Pflicht.
Wie steht es um die Akzeptanz bei Pflegepersonal?
Die Meinungen variieren. Viele Pflegekräfte begrüßen den Mehrwert für schwer zu erreichende Bewohner:innen. Andere fürchten zusätzlichen Aufwand oder Technikfrust. Entscheidend ist, dass Personal geschult und in die Einführung eingebunden wird – dann steigt die Akzeptanz spürbar.
Fazit
Digitale Haustiere für Seniorenheime sind weit mehr als bloße Spielerei. Sie sind Antwort auf ein drängendes, oft unterschätztes Problem: Einsamkeit und Isolation im Alter. Der virtuelle Hund Begleiter von hund.ai steht exemplarisch für einen Trend, der nicht nur Technik, sondern auch Menschlichkeit fordert. Die wichtigsten Erkenntnisse: Virtuelle Begleiter können Freude, Struktur und emotionale Nähe schaffen – aber sie sind kein Allheilmittel und kein Ersatz für echte Beziehungen. Ihr Einsatz lohnt sich überall dort, wo klassische Angebote versagen und echte Tiere keine Option sind. Entscheidend ist, wie sie integriert werden: mit Schulung, Empathie und kritischem Blick für Datenschutz und individuelle Bedürfnisse. Die Revolution digitaler Haustiere liegt nicht im Algorithmus, sondern in der echten Verbindung zwischen Mensch und digitaler Welt. Wer sich auf das Experiment einlässt, kann Isolation mildern, Lebensfreude entfachen – und Altenpflege menschlicher machen. Das ist keine Utopie, sondern gelebte Realität, wenn wir Technik klug und verantwortungsvoll einsetzen.
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